Verschmutzungen wie Staub, Pollen, Vogelkot, Laub oder Moos können die Leistung Ihrer Photovoltaikanlage beeinträchtigen. Eine regelmäßige Reinigung hilft dabei, den Energieertrag zu optimieren und die Lebensdauer der Module zu verlängern.
Das hängt vom Standort und der Umgebung ab:
• Ländliche Regionen: alle 6 – 18 Monate
• Städtische Gebiete: alle 6 – 12 Monate
• In der Nähe von Landwirtschaft, Industrie oder Bäumen Hälbjährliche / Jahrliche Reinigung.
• Nach besonderen Ereignissen: z. B. Saharastaub, Sturm oder starkem Pollenflug nach bedarf.
Unsachgemäße Reinigung kann verursachen:
• Kratzer auf der Glasoberfläche
• Beschädigung der Modulbeschichtung
• Mikrorisse in den Solarzellen
• Verlust von Garantieansprüchen
Eine professionelle Wartung umfasst meist:
• Sichtprüfung der Module auf Schäden oder Verschmutzung
• Kontrolle der Unterkonstruktion
• Prüfung von Kabeln und Steckverbindungen
• Wechselrichter-Check
• Ertragskontrolle und Monitoring
• Thermografie zur Erkennung von Hotspots (optional)
• E-Check Überprüfung durch qualifiziertes Personal
Empfohlen wird:
• Jährliche Sichtprüfung
• Jahrliche Wartung
• Zusätzliche Prüfung nach Unwettern oder Hagelschäden
Ungefähre Richtwerte:
• Reinigung: ca. 2,50 – 8,50 € pro m²
• Wartung: ca. 200 – 600 € je nach Anlagengröße und Umfang
• E-Check Messung: ca. 120 – 300 € je nach Anlagengröße und Umfang
Hinweise können sein:
• Sinkender Stromertrag
• Sichtbare Verschmutzungen
• Fehlermeldungen am Wechselrichter
• Auffällige Unterschiede im Monitoring
Schäden durch Sturm, Hagel oder Blitz sind oft über die PV-Versicherung abgedeckt. Reinigungskosten meist nur, wenn sie Teil einer Schadensbehebung sind. Prüfen Sie Ihre Vertragsbedingungen.
Wartungs- und Reinigungskosten können unter Umständen steuerlich geltend gemacht werden (z. B. als Betriebskosten bei gewerblich genutzten Anlagen). Eine Beratung durch Steuerberater wird empfohlen.